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Dialog

So beeindruckend unsere heutigen technischen Kommunikationsmittel auch sein mögen – das persönliche Gespräch ist dennoch durch nichts zu ersetzen. Deshalb möchte ich immer wieder die Gelegenheit zum direkten Dialog schaffen. Für die Chance zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Plaudern und zum Austausch über Themen aus dem großen und spannenden Bereich der Familienunternehmen. Für family business insights aus erster Hand.

Ich freue mich auf anregende Gespräche!

Ihre Barbara Andersen

 

 

Kommende Dialog-Chancen

Bild der Initiative "Weisheit im Family Business"

16. April 2016, 15:00

Netzwerktreffen zu Family Business-Themen. Diesmal mit Podiumsdiskussion zum Thema "Konfliktmanagement im Familienunternehmen“

Die Stärke des Familienunternehmens liegt in der emotionalen Verbindung innerhalb des "Rudels". Daher ist der konstruktive Umgang mit Konflikten von essentieller Bedeutung...

Veranstaltet von „Weisheit im family business“

Ort: esche-Zentrum, Neufang 23, 3483 Feuersbrunn

Um Anmeldung bis 12.04.2016 wird gebeten unter office@fbi-consult.eu

Nachlese vergangener Dialogveranstaltungen

Zum Thema „Geschwister im Familienunternehmen“

Klare Regelungen für zufriedene Geschwister

Zum Thema „Geschwister im Familienunternehmen – Erfolgsrezepte aus der Praxis“ fand auf Initiative des Netzwerkes „Weisheit im Family Business“ am 28. November 2015 eine spannende Expertendiskussion im Weingut Mörwald in Feuersbrunn statt. Auf dem Podium erzählten Ursula Wolf, geschäftsführende Gesellschafterin der Bickel & Wolf GmbH und Gastgeber Erhard Mörwald, Eigentümer von Mörwald Weinbau, aus der jeweiligen Geschichte ihrer Familienunternehmen.

„Früher habe ich mich nie so gut mit meiner Schwester verstanden“

So offen und ehrlich umriss Ursula Wolf die Vorgeschichte ihres heutigen Verhältnisses zu ihrer Schwester. Anfangs war auch nur sie im Unternehmen tätig. Dennoch war für sie immer klar, dass ihre Schwester das gleiche Anrecht auf das väterliche Unternehmen habe wie sie selbst. Als Ihre Schwester, Mag. Sylvia Altermann-Wolf, dann in das Unternehmen eintrat, war sofort klar, dass man an einem Strang zieht. Da beide Schwestern sehr unterschiedlich sind, konnten die Aufgabengebiete nach Interessen geteilt werden. Ursula Wolf vertritt das Unternehmen, zu dem 5 Töchterfirmen in CEE gehören, im Bereich der Industriearmaturen. Mag. Sylvia Altermann-Wolf im Bereich der Verfahrenstechnik. Alle anderen Themen wie Finanzen, Investitionen und Strategie werden gemeinsam entschieden.

In der Familie Mörwald haben sich die Geschwister immer gut verstanden und kaum jemals gestritten, erzählt hingegen Erhard Mörwald. Ein gemeinsames Geschäft auf Basis einer Eigentumsaufteilung würde aber nicht funktionieren. Dafür wären insbesondere die beiden Brüder einfach zu verschieden. Auch wenn ihr Vater lieber eine gemeinsame Fortführung seines Erbes gesehen hätte, haben sich die beiden für eine klare Trennung entschieden. Erhard Mörwald übernahm den Weinbau und sein Bruder Toni baute die Gastronomieschiene aus. Heute kooperieren die beiden geschäftlich immer wieder gerne miteinander, agieren dabei aber sehr bewusst „nach strenger Rechnung“.

Klare Verhältnisse auch für die Zukunft

Das Schaffen klarer Verhältnisse zur vorbeugenden Vermeidung unnötiger Konflikte wollen sich Ursula Wolf und Erhard Mörwald auch für die Planung der zukünftigen Generationsübergabe zur Regel machen. Während ihre Schwester keine Kinder hat, soll Ursula Wolfs Sohn vor einem eventuellen Eintritt ins Unternehmen unbedingt seinen eigenen Weg gehen und sich eine unabhängige Karriere aufbauen. Beim Weinbau Mörwald bereitet sich der Sohn bereits mit einem Auslandspraktikum auf eine spätere Firmenübernahme vor. Ob auch eine von Erhard Mörwalds Töchtern in die Fußstapfen des Vaters tritt, ist allerdings noch nicht entschieden.

Bei der anschließenden Führung durch das Weingut Mörwald zeigten sich die Gäste sowohl von den unternehmerischen Leistungen des Gastgebers wie auch von der Qualität seiner Weine beeindruckt und fanden schließlich den perfekten Rahmen für weiterführende Gespräche über alle Aspekte der Geschwisterthematik in Familienunternehmen vor.

 

Zum Thema "Übergabe"

Offene Gespräche und klare Worte gefragt

Am 25. April 2015 ging das Netzwerktreffen der Plattform „Weisheit im Family Business“ in Feuersbrunn der Frage nach, wann der beste Zeitpunkt für die Übergabe im Familienunternehmen sei? Von ihren persönlichen Erfahrungen berichteten Helmuth Seidler, der ehemalige geschäftsführende Gesellschafter der Rembrandtin Lacke GmbH, und Peter Wurth, der kaufmännische Leiter der Martin Wurth GmbH.

„Du entscheidest, aber ich bin der Chef“

Mit diesen Worten wollte Helmuth Seidlers Vater Ende der siebziger Jahre das Familienunternehmen Rembrandtin an seinen Sohn „übergeben“. Dass dieser Generationswechsel fast schief gegangen wäre, liegt auf der Hand. Nur ein offenes, höchst emotionales Gespräch zwischen Vater und Sohn hat die Nachfolge doch noch ermöglicht. Damit blieb das Unternehmen für die folgenden Jahrzehnte in der Familie.

Spannend war auch die Geschichte von Peter Wurth, der von Anfang an in der Martin Wurth GmbH mitgearbeitet hat. Die ungeklärte Frage nach seiner Position im Unternehmen hat ihn lange davon abgehalten, sich voll und ganz zu engagieren. Ebenso ungeklärt war auch die Frage nach eventuellen Ansprüchen seiner Geschwister. Auch bei der Martin Wurth GmbH hat letztendlich das offene Gespräch zur Lösung geführt. Der Vater wird Peter jetzt schon an der GmbH beteiligen und testamentarisch Peter die Übernahme aller Gesellschaftsanteile zusichern. Damit ist der erste Schritt zur Übergabe in der Familie getan.

Kommunizieren ab dem Eintritt der Kinder

Sobald sich die Kinder für das Unternehmen interessieren und darin mitarbeiten wollen, so die Diskussionsteilnehmer unisono, ist der Zeitpunkt gekommen, sich mit dem Thema Übergabe auseinanderzusetzen. Spätestens wenn die Kinder bereits im Unternehmen tätig sind, sei es wichtig, zu diesem Thema eine offene Kommunikationskultur zu pflegen. Diesen Meinungen konnte sich auch das interessierte Fachpublikum bei der anschließenden allgemeinen Diskussion inmitten der Weingärten von Feuersbrunn anschließen.